Namas te
„Kinderstube“, dieser altmodische Ausdruck, gefiel mir für diese Seite. Ich denke dann immer an das große Gemälde von Fritz Uhde in der Hamburger Kunsthalle, auf dem ein mit warmem Sonnenlicht durchflutetes Kinderzimmer mit spielenden Kindern um 1900 abgebildet ist, Einrichtung, Kinder, Spielzeug, alles wunderhübsch. Hier möchte man Kind sein, träumen Betrachter.
So nehme ich „Kinderstube“ als Ausdruck eines Gefühls der guten Geborgenheit. Der heutige Ort der Kinderstube ist in den meisten westlichen Industrienationen ein ebenfalls Fröhlichkeit ausstrahlendes, üppig mit buntem Spielzeug gefülltes Zimmer zu Hause oder im Kindergarten. Etwas aber sieht man nicht – viel zu oft wird hier, mitunter sogar bereits an Zweijährige, die Droge Ritalin verabreicht. Außer in Schweden, wo die Ritalinvergabe an Kinder seit 1968 verboten ist.
Zum Glück aber gibt es bei uns die Bewegung ‚KINDERYOGA STATT RITALIN’: Da sitzt das Kleinkind auf dem Boden, vertieft in sein Spiel, während der Papa in der Stellung des Skorpions seinen Yoga übt. Et voilà, eine solche Idylle bildet das Fundament einer vertrauenerweckenden stabilen Zukunft für unsere Kinder. Und nun die Utopie: Wann können wir die Überschrift „Kinderstube mit Ritalin“ ganz durchstreichen, wann wird die „Kinderstube mit Yoga“ zur einzigen Realität für unseren Nachwuchs?
Om Namah Shivaya
Herzliche Grüße
Devaki
Sonntagsnotiz zum Themenkreis ‚Ritalin in der Kinderstube’ und darüber hinaus, Fundstellen im Internet und anderswo.
Am 7. März 2010:
Einblick ins Studentendasein mit Ritalin (hier unten im 'Diskussionsforum')
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