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Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität – ein Problem unserer Zeit.

Millionen von Kindern und Erwachsene sind betroffen / Ein Beitrag der Buch-Autorin Barbara Simonsohn vom Januar 2000

Hyperaktive Kinder sind seit Jahren ein Thema in den Medien, und dieses Thema ist aktueller denn je, aufgrund der wachsenden Gewaltbereitschaft von Schülern in der Schule und der häuslichen Umgebung. Es werden immer mehr, Schätzungen gehen von 12% der Kinder und Jugendlichen aus, davon sind 80% Jungen. Das Leben der Betroffenen ist hart: Die Kinder werden selten zu Geburtstagen eingeladen, von Spielgefährten gemieden, ihr Selbstwertgefühl ist aufgrund mangelnder sozialer Akzeptanz und schlechten schulischen Leistungen schwach ausgeprägt. Auch die Eltern leiden und fühlen sich oft als Versager, was ihre Erziehungsleistung betrifft.

Über den 150 Jahre alten „Zappelphilipp“ im Struwwelpeter...

Weiterlesen:
http://www.barbara-simonsohn.de/ritalin.htm

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Was ist Ritalin?
Methylphenidat ist ein Arzneistoff mit stimulierender Wirkung. Er gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen, die derzeit hauptsächlich bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden. Daneben findet Methylphenidat Anwendung bei der Narkolepsie und zur Steigerung der Wirksamkeit[4] von Antidepressiva bei therapieresistenten Depressionen. Methylphenidat ist in der Anlage 3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgelistet[5] und unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht.

Methylphenidat wurde erstmals 1944 von Leandro Panizzon, einem Angestellten der schweizerischen Firma Ciba (heute Novartis), synthetisiert. Zu der damaligen Zeit war es nicht unüblich, Selbstversuche mit neu entwickelten Substanzen durchzuführen – so probierten auch Leandro Panizzon und seine Ehefrau Marguerite („Rita“) Methylphenidat aus. Besonders beeindruckt war Marguerite davon, dass sich ihre Leistung im Tennisspiel unter Einnahme dieses Medikaments steigerte. Von ihrem Spitznamen Rita leitet sich der bekannte Handelsname Ritalin für Methylphenidat ab [6]. Ritalin wurde 1954 von Ciba auf dem deutschsprachigen Markt eingeführt[7]. Das Medikament wurde in Deutschland zunächst rezeptfrei abgegeben, aber 1971 dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt.

Wer weiterlesen will: --> http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat

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Antworten auf diese Diskussion

Hyperaktive Kinder aus ayurvedischer Sicht
- von Leela Mata -


Auf welche Weise kann das System des Ayurveda für Familien mit hyperaktiven Kindern hilfreich sein ?

Diese Frage wurde durch Dr. med. Regina Kunze gestellt, während eines Einführungsvortrages von Leela Mata in Bad Neustadt-Salz, Deutschland, im April 2003.

Mit dem “Projekt Hyperactive Kinder” möchte die Leela Mata Foundation for Enlightenment Einblicke in die ernste Situation vieler hyperaktiver Kinder geben, aus der Sicht des Ayurveda. Zunächst beginnt das “Projekt Hyperactive Kinder” mit einem Beitrag zu diesem Thema, der verschiedene wertvolle Hinweise gibt, wie die Situation dieser Kinder wesentlich verbessert werden kann.

Wir hoffen, daß Ihnen diese ayurvedische Sichtweise hilft und möchten Sie dazu auffordern, uns ein Feedback zu Ihren Erfahrungen mit Leela Mata’s Empfehlungen zu geben. Bitte schreiben Sie für Feedback und Fragen an:
email: leela@LeelaMata.com

Hyperaktive Kinder aus ayurvedischer Sicht

Dr. Regina erklärte die Situation hyperaktiver Kinder, die weit weg von ihren Familien in eine spezielle Stätte in München gebracht wurden, wo sie mit wenig Hoffnung für sich selbst und ihre Familien behalten wurden. Dann fragte sie, was man hier tun könnte. Könnten diese Kinder jemals wieder normal werden?

Leela Mata antwortete:

Diese Kinder sind etwas ganz Besonderes. Es ist traurig, daß wir sie nicht verstehen, aber wie können dankbar sein, daß es große Hoffnung und praktische Maßnahmen gibt, um in dieser Situation zu helfen und zu heilen.

Hyperaktive Kinder benötigen viel Liebe und Fürsorge. Sie von der Familie zu trennen kann nicht helfen, sondern wirkt eher noch mehr traumatisierend auf beide, das Kind und die Eltern.

In diesen Kindern ist die bewegende Eigenschaft des Vata (Elemente Luft und Äther) außer Kontrolle und das drückt sich im aggressiven Verhalten der Kinder aus, wenn sie zum Beispiel den Unterricht stören.

Wir sagen, sie können nicht still sein, sie haben zu viel Energie! Aber was ist, wenn wir Ihnen helfen können, diese Energien auf konstruktive Weise zu kanalisieren, diese Energie in Kreativität zu transformieren ?! Verschiedene Aspekte müssen hier berücksichtigt werden:

Die Symptome des unkontrollierten Vata sind Zusammenbruch, Zuckungen, stechende Schmerzen, Benommenheit, Depression, zerbrechende, schlagende und beißende Schmerzen, Verstopfung, knackende Gelenke, Kontraktion, Anhäufung von Schlacken im Körper, Erregbarkeit, Durst, Zittern, Rauheit der Haut, Porösität der Knochen, Austrocknung, aufgeregte Bewegungen, Steifheit, zusammenziehender (astringent) Geschmack im Mund, dunkle oder rotbraune Verfärbungen.

Diese sind, nach dem Ashtanga Hridoyam, die Ausdrucksformen der trocknenden, bewegenden und unstetigen Eigenschaften des Wind(elements). Wenn Vata niedrig ist, dann bewirkt es eine Schlaffheit der Lippen, Mangel an Sprechen und Enthusiasmus, Verwirrte Wahrnehmung als auch eine Zunahme an Trägheit und Produktion von Giften.

Jetzt kann man vielleicht beginnen zu verstehen, warum solche Kinder aggressiv und störend im Unterricht sind.

Ist Vata im Gleichgewicht, dann bewirkt es mentale und physische Ausgeglichenheit, Heiterkeit, Anpassungsfähigkeit, Verständnis, Freude, Klare Wahrnehmung und die Fähigkeit zu kommunizieren und gesunde Beziehungen einzugehen.

Nun, wie können wir unseren geliebten Kindern helfen, diesen gesunden Zustand wieder zu erreichen und sie nicht zu irgendeiner Form der hilflosen und unnormalen Existenz zu verurteilen?

(1) Die einfachste und sehr effective Maßnahme ist warme Ölmassage. Nach einem warmen Bad sollte das Kind mit warmem Sesamöl massiert werden. Dies sollte mit Liebe und Aufmerksamkeit geschehen, beim Klang ruhiger, friedlicher, zauberhafter Musik. Vor dem Schlafengehen sollte warmes Mandelöl oder Bramhi (gotu-kola) Öl auf Kopf, Bauchnabel und die Fußsohlen gegeben werden. Eine sanfte Fußmassage wird entspannend und hilfreich sein. Diese Maßnahmen werden die erratischen Bewegungen des Vata beruhigen, sich setzen lassen und besänftigen. Außerdem wird das Nervensystem genährt und gestärkt.

(2) Ätherische Öle, wie Sandelholz, sind hilfreich um Ruhe und Frieden zu fördern. Basilikum, Mhyrre, „frankincense”, “sage” oder Minze werden die (Energie-)Kanäle reinigen und die Wahrnehmung verbessern. Räucherwerk von Rosen, Sandelholz und Jasmin kann benutzt werden, um die Aura und die Emotionen zu reinigen.

(3) Farben können eine bedeutende Therapie für Hyperaktivität sein. Dunkle Farben, wie Schwarz, Grau und Braun sollten vermieden werden, da sie zu Depressivität neigen. Pastellfarben, wie Gelb und Orange sind am besten, da sie beruhigend auf das Nervensystem wirken und heilende Emotionen hervorrufen. Die Anwendung von Blumen kann auch bereichernd für die Seele sein und Zärtlichkeit, Liebe und Mitgefühl fördern.

(4) Speisen sollten warm, saftig und narhaft sein. Kein Fast Food, abgestandenes oder in der Mikrowelle zubereitetes Essen – denn diese entbehren das Prana bzw. die Lebensenergie. Keine trockenen, rohen oder kalten Speisen – denn diese fördern dem Vata ähnliche Eigenschaften. Gewürze, wie frischer Ingwer, Zimt, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel und Basilikum sind gut, denn sie helfen den Metabolismus zu regulieren und verbessern die Verdauung.

(5) Vermindere das Fernsehen und erlaube definitive keine gewalttätigen oder Horrorfilme. Diese können die vitale Hülle des Körpers beschädigen. Computerspiele sollten auch eingeschränkt und kreative Aktivitäten gefördert werden.

(6) Vata Kinder sollten in engem Kontakt mit der Erde sein und zu viel Reisen in schnell fahrenden Transportmitteln und das Fliegen vermeiden. Die Erdenergie ist sehr unterstützend und erdet Vata Menschen.

(7) Beruhigende Töne sind sehr angenehm und entspannend. Laute Geräusche oder harte Musik stören das Nervensystem und fördern Aggression.

(8) Die Umgebung soll ruhig und friedlich sein. Blumen können die Seele bereichern und Zärtlichkeit, Liebe und Mitgefühl fördern.

(9) Warme Milch, mit ein wenig Muskatnuß, ist ein mildes Beruhigungsmittel und führt zu Entspannung und gutem Schlaf, wenn es zur Zeit der Nachtruhe genommen wird.

(10) Es ist wichtig, die Kinder an eine gesunde Routine zu gewöhnen. “Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy and wise” – früh ins Bett und früh wieder ‘raus macht Dich gesund, reich und weise – ist nicht nur ein gutes Sprichwort sondern eine sehr wichtige Gewohnheit.

Yoga and Meditation sollten einen bedeutenden Platz im Tagesablauf haben. Die Samen des Yoga und der Meditation in frühem Kindesalter zu säen wird lebenslange Früchte tragen. Wenn selbst auf spielerische Weise gelernt wird, wie man Körper, Geist und Atem beherrscht, können drastische Veränderungen in der Persönlichkeit bewirkt werden.

Meditation kann dadurch ansprechend gemacht werden, daß man in der Natur spazieren geht, oder auf dem Boden liegt und die sich ändernden Formen der Wolken beobachtet.

Eine Meditations CD für Kinder “Journey into the elements”, verfügbar (in Englisch) bei New Age Kids Inc., ist eine exzellente Übung vor dem Einschlafen.

Medikamente stören und unterdrücken die Lebenskraft und sollten nur dann angewendet werden, wenn das unvermeidbar notwendig ist. Ayurvedische Mittel, wie Chavanprash (das ein kraftvolles Tonikum ist, reich an Vitamin C), Bramha Rasayan zubereitet mit Bramhi (gotu-kola), Ashwagandha Ghee, Bala Ghee, Calamus Ghee oder einfach reines Ghee sind wunderbar nahrhaft und können eingenommen werden, um Vitalität und Klarheit in Körper und Geist zu erwecken.

Vergiß nicht, ein Kind ist eine perfekte Seele, die sich selbst durch Körper und Geist ausdrückt. Alles was wir im Ayurveda versuchen zu tun, ist Körper und Geist gesunden zu lassen, so daß die Seele sich in ihrer wahren Natur ausdrücken kann – in Liebe, Frieden, Wahrheit, Freude und Kreativität, was im Yoga als Sat Chid Ananda – absolutes Sein, Wissen und Glückseeligkeit – bezeichnet wird.

Möge der Segen Gottes und des Meisters Deinen rechtschaffenen Bemühungen Kraft verleihen.

Om Shanti

Leela Mata -

email: leela@LeelaMata.com

http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Ayurveda/HyperaktiveKinder.htm

Viele Infos zu Yoga und Ayurveda bei Depression, auch bei Kindern, findest du im neuen Yoga Psychologie Portal, unter dem Begriff Depression. Schau doch mal rein - auch wenn da mehr steht zum Thema Depression bei Erwachsenen, kann es dir auch Tipps geben für das Unterrichten von Yoga bei depressiven Kindern.

Hari Om, lieber Sukadev,

ganz herzlichen Dank für die Anregung. Ich habe den Pfad zur Psychologie schon eingeschlagen
durch zwei Seminare und möchte ihn fortsetzen.

Hatte auch gerade am 14.9.12 über eine Studie gelesen, die zu dem Schluss kommt, dass bei "20 Prozent der Kinder in Deutschland psychische Auffälligkeiten" nachweisbar wären - "Konzentrationsstörungen, Ängste, Depressionen und Bauchweh aus seelischen Gründen". Außerdem beschäftige ich mich mit dem Konzept der "Neuen Autorität" nach Haim Omer (ist in meinen Augen ein Zukunftsmodell)..

Zuerst aber braucht diese Seite hier eine neue Gestaltung, mal sehen, was sich da machen lässt, und die Schrift ist viel zu klein..

Om Namah Shivaya,
liebe Grüße, Devaki.

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