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Kinder sind kleine Energiebündel. Das „Ich“ entwickelt sich erst in einem Alter von ca. 3 - 4 Jahren, so dass sie nahe beim „Selbst“, dem Atma leben. Mit Kinderyoga wird die überschüssige Energie, die zu Verhaltensstörungen führen, in Balance gebracht. Die Unterschiede zu klassischen Sportarten werden schnell erkannt, der Wechsel zwischen dynamischen und statischen Bewegungen mit einer Entspannung zur Entwicklung geistiger Kräfte.

Was passiert in der Hundestellung, dem Baum oder die Katze. Zunächst wird der kleine Geist in Erinnerung, in Visualisierungen gebracht. Die körperliche Haltung stärkt Muskel- und Skelettsystem und fördert das Konzentrationsvermögen. Ausgewählte Asanas führen zur Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination.

Verbundenheit, die im Grunde des Seins unsere Welt bestimmt, wird mit Schwingungen im Klang erzeugt. Sanskritklänge erhellen die Gemüter und führen in die Konzentrationsfähigkeit. Das Singen fördert die Intelligenz.

Empirisch bewiesen wurde auch der Einfluss auf das Selbstbewusstsein. Grundsätzlich schafft eine regelmäßige Praxis die Voraussetzung für eine optimierte geistige Entwicklung. Ganz ohne Spiel funktioniert es nicht – bewährte Methoden unterstützen die Lebendigkeit der Kinder, die auch einer Stille bedarf.

Im Fokus stehen Gleichgewichtsübungen und die Entwicklung von Koordination. Die intelligenten Bewegungen unterstützen die Verknüpfung von Synapsen im Gehirn als Grundlage für breit angelegte Fähigkeiten. Nervenbahnen werden myelinisiert und somit als Information „gefestigt“.

Stellen Sie sich im Gehirn ein dichtes Netzwerk vor - ein Prozessor, der Höchstleistungen anbietet mit dem das Kind bei einer regelmäßigen Yogapraxis irgendwann arbeiten kann. Fehlen diese Förderungen, bleiben kognitive Fähigkeiten unterentwickelt. Das einbeinige Stehen als Gleichgewichtsübung im Baum oder Flamingo entwickelt Gleichgewichtssinn. Das Gefühl der Mitte stellt sich ein, unabhängig der „Wirbelstürme“ im kindlichen Erleben.

Die Welt der Tiere bietet über 8.400.000 Formen an, die nachgeahmt werden können. Die Grundasanas – Körperhaltungen, die im Rahmen von Yoga gelebt werden belaufen sich bei ca. 108 Varianten. Ein kleine Auswahl der Tierwelt, eingebettet in Geschichten zum Nachahmen und Erleben. So begleiten Emotionen die Dynamik. Die kleine Wirbelsäule wird durch den Aufbau der Muskulatur geschützt und flexibilisiert.

Yoga wurzelt in Reinheit und ethischem Verhalten als Basis auf dem Weg zur Vollkommenheit. Achtsamkeit, Wahrhaftigkeit und liebevoller Umgang prägen das lebendige Miteinander. Der Sonnengruß beispielsweise als eine Abfolge dynamischer Bewegungen gern mit positiven Affirmationen verbunden. Die Yamas und Niyamas beinhalten ein kosmisches Regelwerk zum Umgang mit anderen und mit sich selbst. Sie gleichen den christlichen Geboten. Die Regeln bestimmen den Fluss im Unterricht – Die Wahrhaftigkeit, Nichtverletzen, Unbestechlichkeit, das Nichtstehlen und die Treue sind Inhalte im Umgang miteinander und entsprechen den Yamas.

Sich selbst gegenüber sind Zufriedenheit, Reinheit, Askese, Selbststudium und auch Gottesliebe zu entwickeln. Sie entsprechen den Niyamas und die Basis für die Entwicklung von Persönlichkeiten.

Yoga setzt den Samen für eine ganzheitliche Entwicklung mit Fokus auf Individualität und Erleben von Einheit. Kinder profitieren bei regelmäßiger Praxis von einem entwickelten Geist, Konzentration und einer Lebendigkeit, die inspirierend und erhebend wirkt.

Beate Wolfsteller

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Kommentar

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Kommentar von Fee am 26. März 2014 um 10:15am

Ein sehr schöner Beitrag!

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